Die Häufigkeit von Diabetes in Deutschland

Diabetes ist eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Die Anzahl der Patienten variiert weltweit, aber sie ist insgesamt eine der häufigsten chronischen Krankheiten. In diesem Artikel erläutern wir allgemeine Informationen und Statistiken zur Verbreitung von Diabetes.

Typen von Diabetes

Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Diabetes: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Typ-1-Diabetes, auch als insulinabhängiger Diabetes bezeichnet, tritt auf, wenn die Zellen in der Bauchspeicheldrüse kein Insulin produzieren können. Diese Erkrankung ist meist angeboren und Betroffene müssen ihr Leben lang Insulin spritzen.

Typ-2-Diabetes, der häufigere Typ, entsteht, wenn der Körper das hergestellte Insulin nicht effektiv nutzen kann oder jahrelang zu viel Insulin produziert hat, sodass die Zellen erschöpft sind. Es gibt auch Schwangerschaftsdiabetes, der während der Schwangerschaft bei einigen Frauen auftritt und meist nach der Geburt wieder verschwindet.

Diabetes & globale Statistiken

Laut der International Diabetes Federation (IDF) lebten im Jahr 2021 weltweit schätzungsweise 537 Millionen Erwachsene mit Diabetes. Diese Zahl wird voraussichtlich bis 2045 auf 783 Millionen ansteigen. Diabetes verursacht jedes Jahr Millionen von Todesfällen und stellt eine erhebliche Belastung für die Gesundheitssysteme dar.

Häufigkeit von Diabetes in Deutschland

In Deutschland leiden schätzungsweise 8 bis 10 Prozent der Bevölkerung an Diabetes, das Bundesministerium für Gesundheit nennt die Zahl 7,2 Prozent. Die deutsche Diabeteshilfe spricht von 11 Millionen Betroffenen und 8,7 Millionen Menschen mit diagnostiziertem Typ-2-Diabetes. Viele Fälle könnten jedoch auch unentdeckt bleiben, weil Typ-2-Diabetes meist schleichend beginnt. Die Prävalenz von Typ-2-Diabetes steigt mit zunehmendem Alter, jedoch erkranken auch immer mehr junge Erwachsene und sogar Jugendliche daran.

Risikofaktoren von Diabetes

Zu den Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes zählen

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • eine familiäre Vorgeschichte von Diabetes
  • Schwangerschaftsdiabetes

Typ-1-Diabetes ist weniger mit dem Lebensstil verbunden und wird eher durch genetische und möglicherweise umweltbedingte Faktoren beeinflusst.

Prävention von Diabetes

Diabetes kann durch eine Kombination aus Medikamenten, Ernährungsumstellung und erhöhter körperlicher Aktivität effektiv behandelt werden. Bei Typ-1-Diabetes ist die Insulintherapie unerlässlich. Für Personen mit Typ-2-Diabetes können Lebensstiländerungen und Medikamente helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und die Risiken von Komplikationen zu reduzieren. Früherkennung und Bildungsprogramme spielen eine wichtige Rolle bei der Prävention von Typ-2-Diabetes.

Diabetes erzeugt auch eine Reihe von Folgeerkrankungen, zum Beispiel das diabetische Fußsyndrom. Hierbei können Betroffene das Gefühl in den Füßen verlieren und nehmen so beginnende Probleme nicht mehr wahr. Die Fußgesundheit bietet daher einen wirkungsvollen Ansatz zur Prävention. Die Früherkennung des diabetischen Fußssyndroms setzt oft bei kleinen Wunden oder Ulzera der Füße an. Spezielle Einlagen mit Temperatursensorik können dabei helfen, beginnende Entzündungen zu erkennen und zur Prävention von Diabetes beizutragen.

Fazit

Die zunehmende Verbreitung von Diabetes weltweit ist besorgniserregend und fordert ein verstärktes Engagement für Präventionsmaßnahmen, bessere Diagnosemethoden und effektive Behandlungsstrategien. Durch Aufklärung und verbesserte Gesundheitsdienste können das Bewusstsein und das Management von Diabetes und dessen Begleiterkrankungen wie der Polyneuropathie verbessert werden.

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