Anatomie-Check: Der Fuß

Der Fuß (lat. Pes) ist unser wichtigstes Stützorgan und ein äußerst komplexes Gebilde aus Knochen, Sehnen,  Muskeln und Bändern, die alle miteinander verbunden sind. 

 

Die Füße tragen uns durchs Leben und sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Um Fehlstellungen und Schmerzen zu vermeiden, ist es daher wichtig, dass wir uns mit der Anatomie des Fußes vertraut machen. 

Eine Frau steht barfuß auf Steinen

Fuß – Aufbau & Funktion

So unterschiedlich die Menschen, so unterschiedlich sind auch unsere Füße – zumindest was die Fußformen bzw. Fußtypen betrifft. Anatomisch gesehen haben die menschlichen Füße jedoch eine einheitliche Struktur. 

Der Fuß unterteilt sich in drei Bereiche: 

  • Die Fußwurzel (Tarsus)
  • Den Mittelfuß (Metatarsus)
  • Die Zehen (Digiti)

Auch das Fußgewölbe ist Bestandteil des Fußes und erfüllt eine wichtige Funktion, doch mehr dazu in einem der folgenden Kapitel. 

 

Schauen wir uns nun jeden Teil des Fußes genauer an.

1. Fußwurzel (Tarsus)

Die Fußwurzel verbindet den Mittelfuß mit dem Unterschenkel.

Das Sprungbein (Talus) sowie das Fersenbein (Calcaneus) gehören zu den beiden größten Fußwurzelknochen

 

Es gibt noch kleinere Fußwurzelknochen:

  • das Kahnbein (Os naviculare), 
  • drei Keilbeine (Ossa cuneiformia)
  • das Würfelbein (Os cuboideum)

Das Sprungbein bildet zusammen mit den beiden Unterschenkelknochen das obere Sprunggelenk. Dieses ist auf dem Fersenbein positioniert, das als einziges der 7 Knochen den Boden berührt. Zusammen mit dem Kahnbein bilden die beiden Knochen das untere Sprunggelenk. 

 

Das obere und untere Sprunggelenk sowie die steuernden Muskeln bestimmen die Bewegungen unserer Füße. 

Mittelfuß (Metatarsus)

Der Mittelfuß (Metatarsus) besteht aus fünf Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia), die durch Gelenke miteinander verbunden sind. 

 

Der erste Mittelfußknochen ist zwar der kürzeste, jedoch der kräftigste, was aus seiner Funktion beim Gehen resultiert – das Abrollen des Fußes findet nämlich vorwiegend über die große Zehe statt. Der zweite Knochen ist der längste, danach nimmt deren Länge (also vom 3.-5.) kontinuierlich ab. 

 

Der Mittelfuß erfüllt mehrere Funktionen:

  1. Er ist wichtig für den Aufbau und Erhalt des Längs- & Quergewölbes.
  2. Die Mittelfußknochen ermöglichen die Innen- sowie Außendrehung des Fußes. Dadurch passt sich der Fuß beim Gehen an Unebenheiten an.
  3. Am Mittelfuß setzen verschiedene Muskeln an, was die Beugung und Streckung des gesamten Fußes und der Großzehe ermöglicht. 

3. Zehen (Digiti)

Die Zehen sind die Endglieder des menschlichen Fußes und bilden den Vorfuß (Antetarsus). Die Anatomie der Zehenknochen ähnelt der der Fingerknochen. 

Der große Zeh (Hallux) besteht aus zwei Gliedern, die anderen Zehen sind dreigliedrig. 

Auch diese Glieder bestehen aus mehreren Teilen: 

  • dem Grundglied (Phalanx proximalis)
  • dem Mittelglied (Phalanx media) und 
  • dem Endglied (Phalanx distalis oder Phalanx unguicularis)

Die Zehen spielen eine bedeutende Rolle beim Erhalt unseres Gleichgewichts. Die Nervenenden in den Zehen helfen den Füßen, die Körperlast beim Gehen zu tragen. Ohne sie würde der komplette Funktionsmechanismus des Fußes aus dem Gleichgewicht geraten.

Fußgewölbe (Fußbogen)

Der Fuß weist zwei Gewölbe auf – das Längsgewölbe und das Quergewölbe. Durch Muskeln werden die Fußgewölbe verspannt und durch Bänder aufrecht gehalten. 

Dies hat zur Folge, dass wir unser Körpergewicht hauptsächlich über drei Punkte tragen:

  1.  die Ferse 
  2. das Großzehengrundgelenk
  3. das Kleinzehengrundgelenk

Die Fußgewölbe wirken bei einem gesunden Fuß in Normalstellung als dessen Stoßdämpfer und stabilisieren ihn. 

Sehen wir uns passend zum Thema noch ein kurzes informatives Video von Know it Anatomie & Training an, in dem die Fußgewölbe visuell dargestellt werden.  

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