Fersensporn

Bei Fersensporn handelt es sich um einen dornenartigen Knochenauswuchs am Fersenbein, der beim Gehen oder Stehen starke Schmerzen verursachen kann. Wir verraten Ihnen unter anderem, was Fersensporn verursacht und was Sie tun können, um die Beschwerden zu beheben.

Besonders Sportler sind anfällig für Fersensporn 

Der Fersensporn lässt sich bei ca. 10% der Bevölkerung nachweisen. Das geschieht oft als Zufallsbefund ohne klinische Symptome oder Beschwerden. Im Röntgenbild zeigt sich an der Stelle, wo die Sehnenplatte der Fußsohle am Fersenbein anhaftet, eine Kalkablagerung, die wie ein Sporn geformt ist. 

Der Fersensporn ist ein häufiges Problem bei Laufsportarten. Die Läufer beklagen einen Schmerz unterhalb der Ferse, bzw. im Verlauf einer Sehnenplatte, die unter dem Fuß entlang läuft. 

Ein Mann läuft auf einer Straße, im Hintergrund sind Berge und ein See

Körperliche Symptomatik des Fersensporns

Der Fersensporn ist dabei in der Regel nicht die eigentliche Ursache für die Schmerzen, sondern eine Entzündung der Plantarfaszie (Plantarfasziitis), einer Sehnenzone, die unter dem Fuß verläuft und das Fußgewölbe stützt. Bei Laufsportarten wird dieser Bereich besonders stark gefordert und über die Entzündung an dieser Sehnenplatte kommt es dann bei Chronizität zu einer Ausziehung im knöchernen Bereich.

Haben Sie gewusst?

Fersenschmerzen, die denen bei Fersensporn ähneln, können auch bei Kindern vorkommen (Apophysitis Calcanei). Es geht dabei in der Regel um eine Wachstumshemmung der Wachstumsfuge im Fersenknochen. Betroffen sind normalerweise Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren. 

Was verursacht Fersensporn?

Die häufigste Ursache für Fersensporn ist eine dauerhafte Überlastung der Sehnenplatte (Plantarfaszie) durch instabiles Fußgewölbe. So entsteht in diesen Strukturen bei jedem Schritt ein Zug und eine Fehlbelastung. Der Körper reagiert darauf, indem er Knochenmaterial als „Kitt“ an dieser Stelle ablagert.

Doch auch

  • eine verkürzte Wadenmuskulatur, 
  • Übergewicht 
  • unpassende Schuhe 

können die Entstehung von Fersensporn begünstigen. 

Nicht immer verspüren Betroffene bei Fersensporn Schmerzen. Wenn der Schmerz jedoch ausbricht, schränkt er die Lebensqualität in höchstem Grade ein und ein Auftreten mit der Ferse ist manchmal unmöglich. Gerade morgens machen sich die Probleme besonders bemerkbar. 

Ein Fuß wird massiert

Einlagen, Igelball & Co. als Therapie bei Fersensporn 

Es gibt verschiedene Methoden, die bei der Behandlung von Fersensporn eingesetzt werden können – von Fersenkissen und Spritzen bis hin zur Operation. 

Die Therapie zielt zunächst darauf ab, die Schmerzen im Ansatzbereich des Fersensporns zu beheben. Entscheidend für einen langfristigen Erfolg ist aber, dass man die Fehlbelastung der Sehnenplatte behebt.

Ein schonendes und effektives Mittel gegen den Fersensporn sind beispielsweise Kräftigungs- und Dehnungsübungen für Füße und Waden – wie etwa mit einem Igelball. Dabei handelt es sich um einen Gummiball, der mit weichen Stacheln versehen ist. Um die Bänder sowie Ihre Fußmuskulatur zu kräftigen, legen Sie den Igelball auf den Boden und rollen mit Ihrer Fußsohle einige Minuten mit sanftem Druck darüber. 

Viele Betroffene setzen auch auf spezielle Fersensporn-Einlagen mit rückfußstabilisierenden Elementen. Diese sorgen dafür, dass der Fuß gerade aufsetzt und kein Zug im Fußsohlenband entsteht. Gleichzeitig bewirken großflächige Weichpolsterungen eine Entlastung beim Fersenauftritt. 

FAQ – Fersensporn

1. Wie lange darf man bei Fersensporn keinen Sport treiben?

Es dauert in der Regel sehr lange, bis ein Fersensporn vollständig abgeheilt ist. Da stellt sich schnell die Frage, ob Sie bis dahin komplett auf das Joggen verzichten müssen. Tatsächlich sollten Sie die Belastung schmerzabhängig gestalten. Sie können leichte Laufübungen machen, aber sobald Sie Schmerzen an der Ferse verspüren, sollten Sie das Training umgehend beenden.

2. Kann Fersensporn durch falsche Schuhe entstehen?

Fersensporn kann durch falsches Schuhwerk zumindest begünstigt werden. Besonders zu kleine Schuhe sorgen dafür, dass der Druck im Schuh ungleich verteilt und manche Partien wie die Ferse mehr belastet werden als andere. Auch Schuhe mit wenig Dämpfung können Fersensporn begünstigen, wenn sie exzessiv getragen werden und die Füße nicht daran gewöhnt sind.

3. Gibt es Hausmittel gegen Fersensporn?

Bei den typischen stechenden Schmerzen in der Ferse ist zunächst Kühlen das Gebot der Stunde. Das geht mit einer Kompresse oder mit einer kleinen PET-Flasche, die Sie mit Wasser gefüllt ins Gefrierfach legen. Danach können Sie die Fußsohle auf der Flasche hin- und zurückrollen – ebenfalls eine spürbare Entlastung für die beanspruchte Ferse.

4. Welche Salbe hilft bei Fersensporn?

Entzündungshemmende, abschwellende Salben können die Symptome des Fersensporns kurzzeitig lindern. Besonders Präparate mit Arnika haben sich als wirkungsvoll erwiesen – entsprechende Salben sind in jeder Apotheke oder Drogerie erhältlich.

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